Was ist LIFT?

LIFT ist ein Integrations- und Präventionsprogramm an der Nahtstelle zwischen der Volksschule (Sek I) und der Berufsbildung (Sek II) für Jugendliche ab der 7. Klasse mit erschwerender Ausgangslage bezüglich der späteren direkten Integration in die Arbeitswelt.

Kernelement sind regelmässige Kurzeinsätze, sogenannte „Wochenarbeitsplätze“, in Gewerbebetrieben der jeweiligen Region. Die Einsätze in den lokalen Betrieben erfolgen auf freiwilliger Basis in der schulfreien Zeit.

Die Jugendlichen werden durch die zuständigen Lehrpersonen nach LIFT-Kriterien ausgewählt und durch Fachpersonen der Schule gut auf ihre Einsätze in den Betrieben vorbereitet und begleitet.

Die Organisation und Durchführung des LIFT–Projekts sowie die Finanzierung der Umsetzung vor Ort übernimmt eine lokale Trägerschaft, meist koordiniert durch die örtlichen Gemeinde- oder Schulbehörde und in Zusammenarbeit mit dem lokalen Gewerbe. Diese Trägerschaften werden durch die Geschäftsstelle LIFT kontinuierlich unterstützt.

LIFT richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse mit einer erschwerenden Ausgangslage bezüglich Lehrstellensuche und Berufseinstieg. Angesprochen sind Jugendliche mit z.B. ungenügenden Schulleistungen, wenig oder fehlender Unterstützung aus dem Umfeld, wenig Selbstwertgefühl oder Motivationsproblematiken. Auch Jugendliche mit Migrationshintergrund oder solche, die aufgrund ihres sozialen oder familiären Umfeldes Gefahr laufen, den Berufseinstieg nicht zu schaffen, gehören zum Zielpublikum.

Viele dieser Jugendlichen haben ausgeprägte und gute manuelle Fähigkeiten, welche sie im Rahmen von LIFT entweder erst entdecken oder vertiefen können. Diese Fähigkeiten können sie an den Wochenarbeitsplätzen unter Beweis stellen, erste praktische Erfahrungen sammeln und sich ihre Leistungen mit einem Arbeitszeugnis bestätigen lassen.

Die Teilnahme an LIFT ist freiwillig, braucht jedoch Einsatz- und Durchhaltewillen. Jugendliche aus der Zielgruppe und deren Eltern werden von der Schule sorgfältig über LIFT informiert und erklären sich mit der Teilnahme mit einem Vertrag einverstanden.

  • Frühzeitige Sensibilisierung der Jugendlichen für die Arbeitswelt
  • Förderung der Sozial- und Selbstkompetenzen
  • Förderung frühzeitiger Berufswahlprozesse an der jeweiligen Schule
  • Förderung der Berufswahlbereitschaft
  • Stärkung des Selbstwerts durch Erfolgserlebnisse beim Verrichten von praktischer Arbeit
  • Direkte Anschlusslösung nach der Schulzeit für möglichst alle Jugendlichen
  • Förderung einer nachhaltigen Zusammenarbeit zwischen Schule und Arbeitswelt
  • Unterstützung bei der Reduktion von Lehrabbrüchen, Jugendarbeitslosigkeit und Sozialhilfeabhängigkeit