Wie funktioniert LIFT?

Organisation

Die Geschäftsstelle LIFT in Bern fördert und begleitet den Aufbau lokaler LIFT-Projekte in der ganzen Schweiz und stellt interessierten Schulen und Personen Informationsmaterialien, Dokumentationen und viel Erfahrung zur Verfügung. Das engagierte und erfahrene LIFT-Team hilft pragmatisch beim Aufbau von lokalen LIFT-Einheiten und begleitet diese beim Projekt-Aufbau und darüber hinaus. Interessierte Schulen oder Schulgemeinden organisieren eine lokale LIFT-Trägerschaft, die meist als Arbeitsgruppe aus Schulleitung, Oberstufenlehrkräften, Schulsozialarbeit und Gemeindebehörden gebildet wird. Im optimalen Fall wird bereits jetzt das lokale Gewerbe bzw. der Gewerbeverein mit eingebunden.

Diese lokale Trägerschaft plant und organisiert die Durchführung vor Ort mit Unterstützung des LIFT-Teams. LIFT-Schulen erhalten zur Unterstützung Arbeitsinstrumente und sämtliche erprobte Unterlagen. Dazu gehören ein Handbuch zur Erteilung der Modulkurse, vorbereitete Musterlektionen, Vorlagen für Konzepte und Leitfäden zur Umsetzung und Weiteres. Zur Vernetzung und zum Erfahrungsaustausch unter den LIFT-Schulen werden regelmässig und mehrmals jährlich regionale und nationale Netzwerktreffen, Einführungs-Workshops und Weiterbildungsanlässe organisiert.

 

Modulkurse

Die Modulkurse finden möglichst wöchentlich (ein- bis zwei Lektionen) an der Schule und im Rahmen einer Kleingruppensitzung statt, idealerweise innerhalb des ordentlichen Schulunterrichts. Falls dies aus organisatorischen Gründen nicht möglich ist, können diese Stunden auch teilintegriert oder ausserhalb des Stundenplans stattfinden. Zu Beginn der LIFT-Karriere im 2. Semester der 7. Klasse, geht es vor allem um eine Standortbestimmung, um Chancen und Herausforderungen und um die gezielte Vorbereitung der Jugendlichen auf ihre zukünftigen Einsätze an den Wochenarbeitsplätzen (WAP).

Später, sobald die Jugendlichen an ihren jeweiligen WAP im Einsatz sind, werden die regelmässigen Kleingruppensitzungen zum Austausch von an den WAP gemachten Erfahrungen, zur Klärung offener Fragen, zur Besprechung von Problemsituationen und ab dem 2. Semester der 8. Klasse auch zur Unterstützung der Lehrstellensuche genutzt.

Die Module werden von entsprechend qualifizierten Fachpersonen mit pädagogischer oder sozialpädagogischer Ausbildung erteilt, die das jeweilige Schulhaus mit dessen spezifischen Ansprüchen und das Schulumfeld kennen. Häufig kommen diese Personen aus dem Bereich Schulsozialarbeit, Jugendarbeit, können aber auch Lehr- oder Fachlehrpersonen sein und sind bereits von der Schule angestellt.

Wochenarbeitsplatz WAP

An einem Wochenarbeitsplatz (WAP) arbeiten die im LIFT engagierten Schülerinnen und Schüler ab dem 7. Schuljahr über einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten wöchentlich 2 – 3 Stunden in einem lokalen Gewerbe-, Industrie- oder Dienstleistungsbetrieb. In der schulfreien Zeit, z.B. am Mittwochnachmittag, verrichten die Jugendlichen einfachere, praktische Tätigkeiten und erhalten dafür vom Betrieb eine Entschädigung von Fr. 5.- bis Fr. 8.- pro Arbeitsstunde.

Das lokale LIFT-Team baut kontinuierlich ein Netz von Wochenarbeitsplätzen in Gewerbebetrieben auf. Es bereitet gleichzeitig die Jugendlichen gezielt auf ihre Einsätze vor und stellt eine adäquate Begleitung sowohl der Jugendlichen als auch der beteiligten Gewerbebetriebe sicher.

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