Erfahrungsberichte Schulen

Erfahrungsbericht der Schule Hombrechtikon

Das Arbeiten im LIFT-Kontext ist für alle Beteiligten vielseitig und abwechslungsreich. Schülerinnen und Schüler setzen sich beim Eintritt in die LIFT-Klasse zuerst mit sich selbst und ihrer Wirkung auf Andere auseinander. Im Hinblick auf künftige Bewerbungen wird das Auseinandersetzen mit den eigenen Stärken und Schwächen thematisiert. Dies braucht Mut und Offenheit.

Das Arbeiten an einem Wochenarbeitsplatz (wir nennen ihn kurz WAP) ist der Beginn der nächste LIFT-Phase: Der Eintritt in die Berufswelt beginnt mit einem 3-monatigen Arbeitseinsatz am schul- freien Nachmittag. Für die Schülerinnen und Schüler ist dies wohl der wichtigste und aufregendste Teil im ganzen LIFT-Programm. Die Erfahrung, dass in Betrieben Regeln und Umgangsformen gel- ten, die sie in dieser Konsequenz bisher so nicht kannten, gibt innerhalb der LIFT-Klasse immer wieder Anlass zu Diskussionen. Der von uns LIFT-Coaches angeleitete Austausch verhilft, solche Erfahrungen zu integrieren. In dieser Phase ist das konkrete Involvieren der Eltern entscheidend.

Die dritte und letzte LIFT-Phase beinhaltet für die LIFT-Schüler und –Schülerinnen die Auseinan- dersetzung mit der zukünftigen Lehre. Beim Entscheid, welche Lehre zu einem Jugendlichen passt, unterstützt das BIZ Meilen Jungendliche wie auch deren Eltern mit Beratungsgesprächen und Be- rufsinformationen. Das Schreiben von Bewerbungen, zuerst für einwöchige Schnupperlehren und später für eine Lehrstelle, erfolgt unter Anleitung der LIFT-Coaches.

In Hombrechtikon arbeiten wir mit 3 LIFT-Coaches und entsprechend 3 Coaching-Gruppen. We- sentlichen Einfluss auf einen gelungenen Übergang von der Schule zur Lehre haben in diesem Pro- zess das Engagement der Eltern sowie eine gute Vernetzung zwischen Eltern, WAP-Betrieb und LIFT-Coach.

Die Suche nach geeigneten Wochenarbeitsplätzen ist aufwändig. Die Unterstützung durch Schlüs- selpersonen der Executive, der Gemeindeverwaltung, von Exponenten politischer Parteien und des Gewerbeverbandes kann diesen Prozess vereinfachen. Dank der tatkräftigen Mitwirkung dieses Personenkreises wird LIFT langfristig sichergestellt.

Der Erfolg von LIFT liegt oft im Kleinen, wie der zwischenmenschlichen, das Selbstbewusstsein stärkenden Begegnung. Er lässt sich aber auch in Fakten und Zahlen ausdrücken, so, wie für das im Sommer 2013 zu Ende gehende 9. Schuljahr: Von fünf LIFT-Schülerinnen und –Schülern fanden vier dank LIFT per Ende Mai 2013 eine Lehrstelle – davon zwei direkt am Wochenarbeitsplatz.

Solche Erfolge zeigen, was eine sozial verantwortliche Wirtschaft, überdurchschnittlich engagierte Schulen und – last but not least – die professionelle Unterstützung durch das Kompetenzzentrum LIFT in Zürich, zu leisten vermögen. Ich freue mich, Teil dieser Organisation zu sein!

Für das LIFT-Team der Schule Hombrechtikon

Peter Lüthi,
Supervisor und Organisationsberater – Coach