Erfahrungsberichte Schulen

LIFT und der Lehrplan 21

Im Lehrplan 21 wird der Berufswahlprozess („Berufliche Orientierung“) als ein zentrales Thema der Sekundarstufe I bezeichnet. Zudem sollen sich sämtliche Schülerinnen und Schüler damit befassen müssen, damit sie befähigt werden, den Entscheid für ihre Anschlusslösung bewusst zu fällen. Was kann nun das Jugendprojekt LIFT in diesem wichtigen Bereich beitragen?

Aus LIFT-Sicht wird man so richtig fündig, wenn man sich in die didaktischen Hinweise vertieft. So wird es als umso gewinnbringender bezeichnet, je besser es gelingt, dass Jugendliche Erfahrungen in der Arbeitswelt machen können. Ausserschulische Aktivitäten, die die Berufswahlkompetenz fördern, sind durch die Schulen zu unterstützen. Die Auseinandersetzung mit sich selber und der Arbeitswelt wird gefordert. Die Jugendlichen sollen sich Arbeitshaltungen und Fähigkeiten aneignen, damit sie den Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt gewachsen sind. Erwähnt sind u.a. Belastbarkeit, Leistungsbereitschaft, Flexibilität, Pünktlichkeit und Sorgfalt. Schülerinnen und Schüler sollen lernen, mit schwierigen Situationen und Rückschlägen umzugehen. In Kooperation mit inner- und ausserschulischen Partnern erfahren sie Unterstützung für die ersten Schritte ihrer beruflichen Laufbahn. Eine regelmässige formative Beurteilung soll sie in der Berufswahlreife unterstützen.

Fazit: LIFT erfüllt sowohl heute als auch im Lehrplan 21 eine zentrale Funktion. In vielen Bereichen ist es ein wichtiger Mosaikstein auf dem Berufswahlweg. Man müsste konsequenterweise LIFT sogar für alle Schülerinnen und Schüler anbieten. Doch dies ist nicht im Sinne des Projektes. LIFT bleibt ein Integrations- und Präventionsprojekt für Jugendliche mit erschwerter Ausgangslage. Und es unterstützt dabei in ausgesprochen hohem Masse die Zielsetzungen des Lehrplanes 21.


Hansruedi Hottinger,
Sekundarlehrer und LIFT-Botschafter